Seiten

Samstag, 13. Juni 2009

Wieder einmal politisieren

Disclaimer: Dieser Beitrag entspricht einzig und allein meiner privaten Meinung. Für eventuelle Beiträge in Kommentaren und dergleichen oder auf externen Seiten übernehme ich keinerlei Verantwortung!

Die Wahl am letzten Sonntag ist vorbei, der Wahlkampf war hart, aber zu wenig EU-bezogen. Wie kann man denn in einem Wahlkampf zur Wahl zum EU-Parlament soviel über Innenpolitik schwafeln und die europäischen Themen so wenig ansprechen? Und Österreich ist das allerwichtigste, die EU ist nur zu kritisieren? Finde ich nicht, natürlich ist Österreich wichtig, aber gerade jetzt in der Krise ist die EU wichtig für uns. Sieht man ja an dem fiktiven Beitrag des ORF über den EU-Austritt. Und um noch mal den Beitrag aufzugreifen, ich finde, Reinhold Messner hat auch recht, wir brauchen ein einiges starkes Europa, und wir brauchen den Lissabon-Vertrag. Man sollte einfach mal seine nationalen Interessen ein wenig zurückstecken und EU-weit denken. Und natürlich keinesfalls FPÖ und sonstige rechte Parteien wählen, die dauernd gegen die EU hetzen ("Christenhand" und dgl.).

Aber es hört ja nicht auf mit der FPÖ, die meisten anderen sind auch nicht optimal: Wir brauchen keine derartigen Leserbriefschreiber an die Kronenzeitung (weder diese noch diese). Und Hans-Peter Martin ist ja bekanntermaßen auch gewaltig gegen die EU und wird ebenso gewaltig durch die Kronenzeitung unterstützt.

Na wenigstens haben die Grünen ihr zweites Mandat jetzt doch erreicht, dank der Wahlkarten (und wieso ist der letzte Auszählungsstand laut BMI übrigens immer noch vom 9. 6.?). Die Grünen waren anscheinend überhaupt die einzige klare und realistische (in Bezug auf ein Mandat) Pro-EU-Partei, die mir aufgefallen ist. Mal sehen, was das noch wird, mit Gehörlosen im EU-Parlament und im Nationalrat ...

Die Kronenzeitung ist ja auch noch einmal ein Thema für sich, denn gewisse Antworten auf Leserbriefe (die gar nicht gedruckt werden hätten sollen) werden auch nicht gedruckt. Äußerst bedenklich, wenn auch nicht so schlimm wie die FPÖ und ihre EU-Linie ...