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Dienstag, 10. Juli 2007

Eine Woche offline - Komplett umgestellt

Wie schon erwähnt, hatte ich letzte Woche meinen Laptop komplett neu aufgesetzt und umgestaltet. Warum ich nicht wie angekündigt früher darüber geschrieben habe, hat gewisse Gründe (zu mindestens einem davon gibts hoffentlich gleich mehr). Doch nun zu den Details:

Eigentlich wollte ich es ja erst in den Ferien machen, aber da sich herausstellte, dass ich in der letzen Schulwoche zwei Tage frei hatte, machte ich es gleich an dem langen Wochenende. Am Sonntag also großer Backup-Tag: Immer wieder Probleme machen bei solchen Aktionen E-Mails. Da ich Outlook nachher nicht mehr zur Verfügung haben würde und auch nicht mehr nutzen wollte, importierte ich die Mails und das Adressbuch in Thunderbird. Beim Adressbuch gab es kleine Probleme mit falshen Adressfeldern, was mir ziemlich egal war und ist (ich habe es immer noch nicht in KAddressbook importiert).

Die größeren Probleme machten wie gesagt die E-Mails. Darauf bin ich auch nicht gleich gekommen. Von allen neueren E-Mails seit 18. 7. 2006 (dem Tag, an dem ich mit Outlook anfing) fehlten Anhänge (eigentlich angehängte weitergeleitete E-Mails). Das waren einige, weil ich seit 2005 die dev@de.openoffice.org-Mailingliste als digest mitlese (nur mitlese!). Also ging ich für diese E-Mails den mir altbekannten Umweg über Outlook Express. IMHO der einzige Sinn dieses Programms besteht darin, E-Mails und Kontakte zwischen Office Outlook und anderen Mail-Programmen (z. B. Thunderbird) auszutauschen, und zwar in beide Richtungen.

Dadurch erhielt ich also auch die neueren Mailinglisten-Mails komplett in Thunderbird. Zu diesem Zeitpunkt waren alle da. Ich importierte allerdings nur die neueren Mails, bei denen die Anhänge fehlten, extra. Nachher waren nämlich die älteren, direkt aus Office Outlook importierten, ohne Anhänge. Aber dann war es schon zu spät für sie. Das ist aber kein Problem, da solche Mails sowieso einerseits im öffentlichen Webarchiv, andererseits für mich über das GMail-Webinterrface einsehbar sind.

Montag: Alles gesichert (bis auf ein paar E-Mails...), also kann es losgehen: Windows-Recovery-CD herausgesucht, eingelegt und Computer neu gestartet. Die Windows-Installation lief ohne Probleme ab (welch Wunder ;-) ). Also installierte ich noch die wichtigste Software, unter anderem einen Partition Manager, mit dem ich meine Partitionstabelle umgschrieben und die Partitionen für Linux formatierte.

Dann legte ich die openSUSE-DVD ein, und wollte dieses installieren. Hier gab es schon mehr Probleme, allerdings wohl eher meine Hardware betreffend. Mein optisches Laufwerk hatte wieder einmal mit der DVD und wollte nicht von der DVD starten. Was tun? Zur Sicherheit hatte ich mir vom anderen Computer das ISO-Image der DVD gemountet und via NFS freigegeben. Ich brauchte einen Datenträger von dem ich booten konnte und die Installation über NFS zu starten. Das geht auch von einer älteren SUSE Linux CD, also habe ich von der 10.1er CD gestartet und über das Netzwerk 10.2 installiert. YaST akzeptierte meine Partitionierung nicht ganz und ich musste eigentlich überflüssigerweise die Rootpartition mit den selben Einstellungen neu anlegen. Sonst aber auch hier keine Probleme, außer dass ich die Internetverbindung nicht testen konnte, weil es noch nicht ging.

Dann begann ich mit dem Zurückspielen der Backups und kam darauf, dass von den älteren E-Mails die Anhänge fehlten. Ich habe zwar die Outlook-Datendateien noch, kann aber ohne Outlook nicht darauf zugreifen. Beim JDeveloper fehlten offensichtlich ein paar Dateien, also holte ich mir diesen noch mal extra über das Netzwerk vom PC.

Im Großen und Ganzen war die Umstellung ein Erfolg, das einzige, das nicht funktioniert, ist Suspend to Disc: Bei der Wiederherstellung zeigt der Bildschirm nur bunte Farben wie beim Umschalten zwischen verschiedenen X-Sitzungen und das Numlock- und Capslock-LED blinken. Das einzige was da noch hilft, ist, den Computer neu zu starten. Falls jemand dazu was weiß, bitte von der Kommentarfunktion Gebrauch machen.